Aufruf
Keine weitere Vertagung des globalen Klimaschutzes! In Kopenhagen muss ein ehrgeiziges Ergebnis erzielt werden, dass bis Mitte 2010 in ein verbindliches Abkommen umgewandelt werden kann
Aufruf zum Klimaaktionstag am 5. Dezember in Deutschland und zur BUND-Aktion / Demo vor dem Konferenzzentrum in Kopenhagen am 12. Dezember
Ehrgeizige Klimaziele von Industrie- und Schwellenländern
Die Industrieländer sind Hauptverursacher der bisherigen globalen Erwärmung und müssen den ersten Schritt für globalen Klimaschutz machen. Aus Angst vor Wettbewerbsnachteilen zaudern sie jedoch, verbindliche Ziele für die Reduzierung von Treibhausgasen zu verabschieden. Auch die Schwellenländer stoßen große Mengen an CO2 aus und müssen sich auf angemessene Reduktionsziele einigen, um den Klimawandel auf ein kontrollierbares Ausmaß zu begrenzen.
Wir fordern: verbindliche Klimaschutzziele der Industrieländer von mindestens minus 40% bis 2020 gegenüber 1990. Die Emissionsreduktionen müssen in den eigenen Ländern und nicht durch Projekte im Ausland erbracht werden.
Unterstützung der Entwicklugsländer bei der Anpassung an den Klimawandel
Die Entwicklungsländer, die am wenigsten zum Klimawandel beigetragen haben, leiden heute bereits am stärksten unter seinen Auswirkungen. Einigen Inselstaaten und Küstenstädten droht gar der Untergang. Während die reichen Länder Dämme bauen oder Nahrungsmittel importieren können, fehlen den Entwicklungsländern die notwendigen finanziellen Ressourcen. Die Industrieländer müssen sie bei der Anpassung an die nicht mehr vermeidbaren Folgen des Klimawandels sowie beim Aufbau einer klimafreundlichen Wirtschaftsentwicklung unterstützen.
Wir fordern: 110 Milliarden Euro für die Entwicklungsländer, die zusätzlich zur Entwicklungshilfe gezahlt werden müssen. Die EU muss einen Anteil von rund 30 Milliarden, Deutschland von mindestens sieben Milliarden Euro leisten.
Verbindlichkeit und Überprüfung des Abkommens
Nachdem sich die asiatischen Schwellenländer beim APEC-Gipfel im November 2009 gegen verbindliche Reduktionsziele ausgesprochen haben und das Klimaschutzgesetz der USA noch nicht verabschiedet wurde, ist die Verabschiedung eines völkerrechtlich verbindlichen Abkommens in Kopenhagen unwahrscheinlich.
Wir fordern: Bei der UN-Klimakonferenz muss ein politisches Papier verabschiedet werden, das möglichst verbindlich ist und 2010 schnell in ein rechtlich bindenden Vertrag umgesetzt werden kann.
Aktiv werden gegen den drohenden Aufschub des Klimaschutzes!
Aktionen druchführen am Klimaaktionstag 5. Dezember
Gemeinsam mit gesellschaftlichen Akteuren aus der ganzen Bundesrepublik – von Kirchen über Bundesliga-Klubs bis hin zu „Klimapiraten“ wollen wir am 5.12. an die Bundeskanzlerin Angela Merkel appellieren, einen Greenwashing-Deal in Kopenhagen zu verhindern und sich für die Verabschiedung eines ambitionierten Papieres, das schnell in ein verbindliches Abkommen umgesetzt werden kann, einzusetzen. Je mehr Aktionen in Deutschland stattfinden, umso größer das Signal an Angela Merkel!
Auf nach Kopenhagen am 12.12.
Am 12. Dezember wird der BUND mit seinem Netzwerk Friends of the Earth eine „menschliche Welle“ für Klimagerechtigkeit durch die Kopenhagener Innenstadt veranstalten, die sich der großen Klima-Demo anschliesst: werden tausende Menschen aus der ganzen Welt werden vor dem Konferenzzentrum in Kopenhagen demonstrieren, um ein klares Signal an die Regierungschefs zu senden (infos unter: www.bund.net/wewlle. Im Anschluss daran wird eine zentrale Demonstration vor dem Konferenzzentrum stattfinden, Infos unter www.12dec09.dk
Eine Übersicht über die geplanten Aktionen am 5.12. finden Sie unter www.klimagipfel2009.de, einen Aufruf für den Klimaaktionstag und die Demo in Kopenhagen am 12.12. finden Sie unter: www.klimagipfel2009.de/aufruf. Weitere Informationen zum Klimaaktionstag unter www.die-klima-allianz.de/klimaaktionstag/deutschland-2009




