Forderungen
Die Menschheit steht vor einer ihrer größten Herausforderungen: der Abwendung eines unkontrollierbaren Klimawandels. Aus umwelt-, wirtschafts- und entwicklungspolitischen Gründen muss daher ein ambitioniertes und faires Klimaabkommen bei der UN-Klimakonferenz im Dezember 2009 in Kopenhagen verabschiedet werden.
Forderungen an die deutsche Regierung
- Einnahme einer aktiveren Führungsrolle Deutschlands in den Klimaverhandlungen.
- Finanzielle Unterstützung der Entwicklungsländer mit mindestens 7 Mrd. Euro pro Jahr im Durchschnitt für die Jahre 2013 bis 2020 für deren klimafreundliche Entwicklung und Anpassung an die nicht mehr vermeidbaren Folgen des Klimawandels.
- Zusätzliche Bereitstellung dieser Finanzen zur Entwicklungshilfe, damit entwicklungsÂpolitische Kernaufgaben weiterhin vorgenommen werden können.
- Reduzierung der Treibhausgase in Deutschland um 40%, dazu:
- 1. gesetzliche Verankerung dieses 40%-Ziels.
2. Nachbesserungen der bestehenden „Klimapakte 1 und 2“.
3. Erlass eines Moratoriums für neue Kohlekraftwerke.
4. Vollzug der Treibhausgasminderung im eigenen Land und nicht mittels Projekte im Ausland (Clean-Development-Mechanism).
5. Abbau klimaschädlicher Subventionen. 6. Verabschiedung eines Energieeffizienzgesetzes, das nicht auf Freiwilligkeit sondern auf verpflichtenden Vorgaben für die Industrie basiert.7.Verabschiedung eines Klimaschutzgesetzes.
Forderungen an die Staatengemeinschaft
- Einigung auf ein rechtlich verbindliches, ausreichend ambitioniertes und global gerechtes Klimaschutzabkommen mit allen dafür nötigen Elementen
- Festlegung der Industrieländer auf Reduktionsziele für Treibhausgase, die den Erkenntnissen der Klimawissenschaft entsprechen: bis 2020 um 25-40% (gegenüber 1990) und bis 2050 um mindestens 80 bis 95%.
- Realisierung der Treibhausgasreduzierung im eigenen Land: Ein Freikaufen von nationalen Verpflichtungen durch Projekte im Ausland (Clean-Development-Mechanism) sorgt nur für eine Verzögerung notwendiger Maßnahmen. Die Kernenergie muss aus den Klimaverhandlungen rausgehalten werden, da sie effektiven Klimaschutz verhindert, besonders aus den finanziellen Mechanismen (derzeit JI und CDM) und dem Technologietransfer.
- Erhöhung des Reduktionsziels der Europäischen Union auf mindestens 30% bis 2020 ohne Bedingungen an ein internationales Abkommen. Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen musste die EU eine Reduktion von 40% bis 2020 erreichen.
- Bereitstellung von Finanzen zur Emissionsminderung, technologische Kooperation und Innovation, Anpassung sowie zum Waldschutz für die Entwicklungsländer in Höhe von 110 Mrd. Euro, die zusätzlich zur Offiziellen Entwicklungshilfe (ODA) aus öffentlichen Mitteln zur Verfügung gestellt werden müssen.
- Reformierung der Clean-Development-Mechanism (CDM). Untersuchungen der ersten Handelsperiode des Emissionshandels haben ergeben, dass sich CDM-Projekte nur auf wenige Länder – vor allem Schwellen- und kaum Entwicklungsläner – konzentriert haben. Außerdem trug CDM kaum zur gewünschten, globalen CO2- Reduzierung bei.
- Keine Waldzertifikate in den Emissionsmarkt: Sollten massenhaft Waldzertifikate den internationalen Klimazertifikatehandel überschwemmen, droht eine Verfehlung der Klimaziele. Waldschutz ist nicht handelbar
- Ein Rahmen für sofortige Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel, inklusive der Bereitstellung von Versicherungen und Kompensationszahlungen, muss insbesondere für die meist gefährdeten Länder und Ökosysteme beschlossen werden.
- Eine neue institutionelle Einrichtung unter der UNFCCC muss geschaffen werden, zur Koordination, Implementierung und Verteilung der Finanzierung. Wichtig ist, dass dies auf transparente und demokratische Weise erfolgt.
- 2015 muss ein Review-Prozess stattfinden um die festgelegten Ziele zu überprüfen.






